Dienstag, 9. April 2019

Was ist der NaNoWriMo?

Der National Novel Writing Month ist eine Art weltweiter Romanschreib-Monat. Begonnen hat alles 1999, als der amerikanische Autor Chris Baty gemeinsam mit einigen Freunden die Idee hatte, während eines einzigen Monats einen ganzen Roman zu schreiben. Das klappte so gut, daß diese ersten NaNo-Schreiber in den folgenden Jahren eine Website dazu ins Leben riefen, die seitdem immer bekannter wird und stetig mehr Mitglieder bekommt.

Ziel des NaNoWriMo
Dieses weltweite Schreibprojekt findet jedes Jahr im November statt. Während der 30 Tage dieses Monats wird die Rohfassung eines neuen Romans geschrieben, der mindestens 50000 Wörter umfassen soll. Ob man die Wortzahl in halsbrecherischen Marathons innerhalb weniger Tage oder Wochen schafft, oder sich mehr an der durchschnittlichen täglich zu schreibenden Wortzahl von 1667 pro Tag, ist jedem selbst überlassen. 

Das NaNo-Forum
Mitmachen kann jeder, der Lust darauf hat. Man kann das einfach für sich allein im stillen Kämmerlein tun, oder sich auf der NaNo-Seite registrieren. Angemeldete Mitschreiber haben die Möglichkeit, ihren Schreibfortschritt in einen Zähler einzugeben, der tagesgenau anzeigt, wie weit man schon ist, und ob man das Tagessoll geschafft hat. Außerdem gibt es auf der Seite viele regionale Foren, auf denen man Freud und Leid mit den Mitschreibern teilen und die eigene Motivation immer wieder anfachen kann, um auch bis zum Ende durchzuhalten. Die offizielle NaNoWriMo-Seite ist in Englisch geschrieben. Das kann jemanden, der diese Sprache nicht fließend beherrscht, anfangs abschrecken. Doch der Anmeldevorgang ist nicht so kompliziert, und wenn man dann als „Home region“ Germany einstellt, landet man im Deutschen NaNoWriMo-Unterforum. Dort bekommt man dann bei Bedarf auch Hilfe zum Benutzen der Seite.

Die wichtigsten Regeln des NaNoWriMo
Geschrieben werden soll ein Roman, keine Kurzgeschichte oder etwas anderes. Es soll sich auch um ein neues Projekt handeln und nicht um eines, das schon vor dem November angefangen wurde. Vorbereiten sollte man die Geschichte aber schon vor dem 1. 11. denn für das Plotten oder die Charakterentwicklung wird während des NaNo keine Zeit sein. Der November ist ausschließlich für das Schreiben der Rohfassung gedacht. Der Text, der dabei entsteht, wird noch weit von einem fertigen, verlagsreifen Roman entfernt sein. Im November soll lediglich ein erster Entwurf entstehen, der dann ab Dezember überarbeitet werden kann.

Wenn man den NaNo gewonnen hat...
… kann man in erster Linie stolz auf sich selbst sein. Es ist schon eine Herausforderung, die 50000 Wörter zu schaffen, gerade für jemanden, der noch Neuling ist und wenig Schreibroutine hat. Gegen Ende des Monats gibt es die Möglichkeit, seinen Text über die NaNo-Seite validieren zu lassen, um die geschaffte Wortzahl von offizieller Seite zu bestätigen. Als Belohnung bekommt man dann ein Zertifikat zum Selbst-Ausdrucken, das man sich als Erinnerung und Ansporn für den Rest des Jahres an die Wand hängen kann.


Freitag, 5. April 2019

Sabine Hoffelner, wer ist denn das?

Herzlich willkommen auf meinem neuen Blog zum Kreativen Schreiben! 

 

Ich bin Jahrgang 1973 und lebe in einer süddeutschen Kleinstadt. Dort arbeite ich als Krankenschwester. Ich liebe Katzen, handarbeite viel und interessiere mich neben dem Lesen und Schreiben von überwiegend Fantasy-Literatur noch sehr für das Mittelalter.

Schon seit meiner Schulzeit schreibe ich Gedichte und Kurzgeschichten. Auch Romanprojekte im Fantasy-Genre begann ich immer wieder, die jedoch nie zur Veröffentlichungsreife gelangten.

Das änderte sich, als ich vor einigen Jahren die „Schreibdilettanten“und ihren Podcast zum Kreativen Schreiben kennenlernte. Durch ihre regelmäßig erscheinenden Beiträge brachten die beiden mich dazu, meine Schreibleidenschaft wieder ernster zu nehmen. Ich schaffte es mit ihrer Hilfe, meinen Katzenroman „Dionysos und die neue Freiheit“ zu planen, zu schreiben und zu überarbeiten, bis ich damit zufrieden war. Da ich mich nicht mit einem Verlag oder einer Agentur herumschlagen wollte und mich das Thema Selfpublishing auch reizte, veröffentlichte ich das Büchlein schließlich auf diesem Weg.

Es war ein hartes Stück Arbeit, vom Text, Layout bis hin zum Cover alles selbst machen zu müssen und dann noch eine geeignete Plattform zu finden (und mich mit deren Eigenheiten herumzuschlagen), auf der ich mein Buch veröffentlichen konnte. Auch in die rechtlichen Dinge, die ich dabei zu beachten hatte, musste ich mich erst einarbeiten. Aber wenn es schließlich soweit ist, und man hält sein erstes eigenes Buch in den Händen, dann ist das schon ein wahnsinnig tolles Gefühl! Beim zweiten Buch ist es übrigens nicht anders.

Um meinen zweiten, soeben veröffentlichten, Roman auf den Weg zu bringen, half mir ein „Schreib-Event“, das ich ebenfalls durch den Podcast von Axel Hollmann und Marcus Johanus entdeckte: der NaNoWriMo. Das ist eine Art internationaler Roman-Schreib-Monat (der November), in dem weltweit Tausende Autoren exzessiv an ihren Geschichten arbeiten. Schon allein die Vorstellung, dass da draußen so Viele sind, die genauso ticken wie man selbst, beflügelte mich ungemein.

Bis es nun endlich soweit war, und ich „Die Ahnen des Silberspiegels“ als Auftakt meiner „Silberspiegel“-Fantasy-Reihe veröffentlichen konnte, vergingen mehrere November. Denn, wie das bei Romanprojekten nun mal so ist, bekommen diese „unterwegs“ manchmal ein Eigenleben und man schreibt am Ende ein anderes Buch, als das, welches man ursprünglich geplant hatte. Doch dazu später mehr.

Nun wünsche ich euch allen viel Freude mit meinem Blog und den Schreiberinnen und Schreibern unter euch den Mut und das nötige Durchhaltevermögen, um euere kreativen Werke gut voranzubringen!